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Radijojo26.08.2011


Politik Interview Deutschland

Radijojo-Kinderreporter im Interview mit Staatssekretärin Gudrun Kopp

Von Hammeln und Radios: Was macht eigentlich eine Staatssekretärin?

Zwei Wochen liegt das Sommercamp von Radijojo nun zurück. Die Schule hat wieder begonnen und statt in fremde Länder zu videotelefonieren, sich mit Kindern auf der ganzen Welt über Hobbies und Schule zu unterhalten, zu singen, musizieren, malen und Interviews zu führen, heißt es wieder die Schulbank drücken. Doch noch einmal konnte der Alltag durchbrochen werden. Für die acht Radijojo-Reporter der Heinrich-Seidel-Grundschule (Berlin Mitte), hieß es noch einmal in die Vollen gehen, sich noch einmal Fragen überlegen, das Radijojo-Mikrofon in die Hand nehmen und interviewen. Denn ein ganz besonderer Gast kündigte sich an.

Keine Limousine

Erwartungsvoll blicken die kleine Gruppe ehemaliger Radijojo-Sommercamp-Teilnehmer und die Klassenvertreter der dritten bis fünften Klasse in der Schulbibliothek aus dem Fenster. Wann wird sie kommen? Ein Auto fährt vor. Es ist aber keine Limousine. Ein wenig Entäuschung stellt sich ein, die aber spätestens verfliegen soll, als die edel gekleidete Dame den Raum betritt. Es ist Frau Gudrun Kopp, die Staatssekretärin des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), die heute den Schülern Rede und Antwort stehen wird.

Radijojo-Kinder-Reporterin Sundos führt die Moderation. Sie empfängt die „Frau Staatssekretärin“ und erzählt ihr, was sie und die anderen Teilnehmer im Sommercamp alles erlebt haben. Auf einer Weltkarte zeigt sie ihr die vielen Länder, mit denen Bild und Ton ausgetauscht worden ist. Anschließend geleitet sie Frau Kopp zu ihrem Platz im Stuhlkreis und die Fragerunde beginnt.

„Ich hab' eine etwas freche Frage an Sie...“

Ein Kind nach dem Anderen nimmt den Reporter-Stuhl ein und stellt der Frau vom BMZ seine Fragen. Natürlich gilt es ersteinmal zu erfahren, was denn eine Staatssekretärin eigentlich macht und wie das ist. „Es macht mir sogar sehr viel Spaß!“ bekräftigt sie und erzählt von ihren vielen Reisen, aber auch dem großen Elend auf der Welt, dass das Entwicklungsministerium versucht zu lindern. Dabei dreht sich natürlich fast alles um das Thema Reisen. In mehr als 30 Ländern war Frau Kopp schon. Unter anderem auch in Ländern, wo die Kinder im Radijojo Sommercamp hintelefonieren konnten.

Immer wieder wechselt ihr Gesprächspartner und so erzählt sie auf die Frage, ob sie ihren Sohn nicht vermisst, wenn er nicht da sei, dass es sie ganz im Gegenteil freut für ihn, dass er so tolle Dinge erleben kann, weil das – das selbst erfahren – das Wichtigste sei. Deshalb ist sie auch begeistert, von dem, was Radijojo in den Sommerferien geleistet hat. Investigativ wie sie sind, erfahren die Kinder welches Alter und welches Sternzeichen die Frau vom BMZ hat, dass sie in einer kleinen Wohnung und keiner Villa lebt, aber durchaus eine Limousine hat, mit dieser sie allerdings heute nicht hier ist.

Das spielt sogar Musik!

Frau Kopp selbst kommt auch außerhalb der vielen Fragen kurz zu Wort und erzählt eine Geschichte, von einem Hammel, der ihr geschenkt worden ist, den sie aber nicht mitnehmen wollte, da die Geber ja viel weniger als sie haben: „Mir flüsterte der Dolmetscher zu: 'Keine Angst, wir haben einen Transportkäfig für den Flug, für das Tier' … das war in diesem Moment mein geringstes  Problem!“. Die Kinder erfahren von ihr, wie schlecht es anderen Kindern auf der Welt geht, aber auch, wie faszinierend diese damit umgehen. Ein Radio – selbstgebastelt von afrikanischen Kindern, hat sie zum Angucken mitgebracht. Das aus Schrottteilen zusammengebogene und gesteckte Gerät wird behutsam von einer kleinen Hand in die Nächste gereicht. Es macht sehr viel Eindruck, dass dieses seltsam anmutende Teil wirklich funktioniert – und noch dazu einen glockenklaren Klang hat.

Das ist aber nicht das Einzige, was Frau Kopp mitgebracht hat. Die Schule erhält einen Schwung neuer Buntstifte, DVDs über das Bundesministerium – natürlich kindgerecht aufbereitet – Weltkarten für die Klassenräume und was für besonders viel Begeisterung sorgt, Fair-Trade-Fußbälle. Was das seltsam aussehende Logo auf den Sachen zu bedeuten hat, erklärt die Staatssekretärin natürlich auch noch.

Tesekkür – thank you – shokran – dankeschön!

Während die Bälle rumgehen richtet die Direktorin Cornelia Flader noch ein paar Worte an die Staatssekretärin. Denn nicht nur Radijojo ermöglicht interkulturellen Austausch, auch die Heinrich-Seidel-Grundschule steht für Internationalität und veranstaltet beispielsweise Schüleraustauschprogramme mit Polen.

Zum Schluss bedanken sich die Kinder auf türkisch, englisch, arabisch und natürlich deutsch bei Frau Kopp für die Geschenke, dafür dass sie da war und vor allem, dass sie alle Fragen beantwortet hat. Dann fährt sie weg. Die „Frau Staatssekretärin“.
 

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