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Das wichtigste Tier der Indianer

Wir schalten live nach Amerika

 

Carry vom Buffalo Bill Center aus Wyoming in den USA kennen wir ja schon. Vor einiger Zeit hat sie uns viel Interessantes über die Tierwelt des Yellowstone Nationalparks erzählt. Heute berichtet sie uns etwas Spannendes über ein weiteres Spezialgebiet ihres Museums, nämlich über das Leben und die Kultur der Ureinwohner Amerikas, der Indianer.


 


 

Gleich zu Beginn erfahren wir, was das Allerallerwichtigste zum Überleben aller Indianerstämme war: die Büffel.

Die ca. 900 kg schweren Tiere boten ihnen viel von dem, was sie zum Überleben brauchten: jede Menge Fleisch, Fell, Leder aus der Haut, sowie Knochen, Sehnen und Hörner zur Herstellung von Werkzeugen und anderen Gebrauchsgegenständen.

 
 

Noch vor 100 Jahren, so erfahren wir, gab es ca. 30 Millionen Büffel in Nordamerika. Heute sind es etwa noch um die 30.000, die in freier Wildbahn und im Yellowstone- und Wood-Buffalo-Nationalpark leben oder auf Farmen gehalten werden.
Weil sie so intensiv gejagt wurden, waren die Büffel sogar schon vom Aussterben bedroht. Deswegen wurden für sie geschützte Rückzugsgebiete in den großen Nationalparks geschaffen, in denen sie nun in Frieden leben können.


Die Büffel werden ungefähr 15 bis 20 Jahre alt und ernähren sich fast ausschließlich von verschiedenen Gräsern. Im Winter legen sie mit ihrem Kopf das unter der Schneedecke verborgene Gras frei. Sie haben besonders starke Muskeln im Nackenbereich, damit sie auch größere und schwerere Schneemassen bewegen können, um so an ihre Nahrung zu gelangen.

Da die Büffel sehr groß und schwer sind, schnell rennen können und zudem auch noch Hörner haben, mit denen sie sich gut gegen Angreifer zur Wehr setzen können, mussten die Indianer bei der Jagd sehr geschickt vorgehen. Eine Art der Jagd bestand darin, dass sie die Büffel von ihren Pferden aus mit Pfeil und Bogen erlegten. Aber sie nutzten hierfür auch andere Methoden. So verkleideten sie sich z.B. als natürliche Feinde der Büffel wie Wölfe und Kojoten. Weil die Büffel dann vor ihnen davonrannten, konnten die Indianer sie so auf größere Abhänge treiben, von denen die Büffel dann hinunter in den Tod stürzten.

Fast alles von den Tieren verarbeiteten die Indianer. Aus der Büffelhaut stellten sie ihre Wohnstätten her, die Tipis. Hierfür trennten sie das Fell mit Hilfe von Fußknochen der Büffel ab. Da sie immer gewandert sind, nahmen sie auch ihre Tipis immer mit: Innerhalb von 10 Minuten konnten die Frauen ein ganzes Tipi zusammenpacken. Die Sehnen nutzten sie als Nähgarn zum Zusammennähen der einzelnen Hautteile, einzelne Knochen dienten hierfür als Nadel.

Seile und Lassos für Hunde und Pferde entstanden aus dem Fell, die Seile zur Befestigung für den Transport und die Koffer aus der Büffelhaut.

Für ihre Wanderungen brauchten sie immer Proviant. Deswegen stellten sie schon damals einen speziellen Früchteriegel her. Früchte und Büffelfleisch wurden hierzu mit dem Büffelfett vermischt und getrocknet, damit alles gut haltbar wurde. Man konnte diesen "Snack" auch in heißem Wasser auflösen und erhielt dann eine schöne nahrhafte Suppe.
Selbstverständlich benötigten sie auch Wasservorräte. Als Wasserflasche diente ihnen die große Büffelblase.

Schuhe und Handschuhe wurden aus Fell und Leder aus der Büffelhaut hergestellt. In die Schuhe fügten sie im Winter das Fell ein und entfernten es im Sommer wieder. Ebenso stellten die Indianer auch warme Wintermäntel und -decken aus Haut und Fell her. Weil das Büffelfell aber sehr schwer ist, war es ihnen zu umständlich, immer damit herumzulaufen. Deshalb wurde die Kleidung der Indianer sonst aus anderen Tierfellen produziert.


In den Hörnern konnte gut etwas aufbewahrt werden Aber sie hatten auch noch eine andere wichtige Funktion: In heißem Wasser wird das Material der Hörner weich, so dass es beliebig geschnitten und geformt werden kann. Auf diese Weise konnte man aus ihnen z.B. Löffel und andere Gebrauchsgegenstände herstellen.
Sogar der Büffelschwanz wurde noch verwendet. Er diente ihnen als "Fliegenklatsche" zum Vertreiben unliebsamer Insekten.

 

Nochmal ein herzliches Dankeschön an Carry vom Buffalo Bill Center für ihren interessanten Vortrag!

 

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